Regionalliga: VfB verabschiedet sich von Trio
02.06.2020

Daniel Halke (links), hier im Duell mit Bakary Jatta vom Hamburger SV, muss den VfB Lübeck verlassen.
Der Dienstag sei „ein harter Tag“ für ihren Sportdirektor Rocco Leeser gewesen, erklärten die Verantwortlichen des Regionalliga-Nord-Spitzenreiters VfB Lübeck auf ihrer Internet-Seite mit Verweis darauf, dass der 52-Jährige drei weiteren Spielern mitteilen musste, dass die Grün-Weißen ohne sie in die kommende Saison, die sie aller Voraussicht nach in der Dritten Liga verbringen, gehen werden. „Am härtesten war die Entscheidung sicherlich bei unserem Kapitän Daniel Halke“, hieß es auf „www.vfb-luebeck.de“.

Verteidiger Halke war im Sommer 2017 vom Nachbarn FC Schönberg 95, der sich damals aus der Regionalliga Nordost zurückzog, an die Lohmühle und seither in 85 Pflichtspielen zum Einsatz gekommen (fünf Treffer). Leeser sagte über Halke, der seine fußballerische Ausbildung beim FC Energie Cottbus und SV Werder Bremen genossen hatte: „Er ist ein super Typ mit einem enormen Stellenwert bei Team und Fans. Er wird jetzt noch anderswo seine aktive Laufbahn ausklingen lassen. Wir sind allerdings so verblieben, dass wir uns in einigen Wochen nochmals zusammensetzen werden um zu besprechen, welche Rolle er nach seiner Karriere hier einnehmen kann. Ich kann ihn mir sehr gut als Trainer, zunächst im Jugendbereich, vorstellen.“

Auch der gebürtige Hamburger Miguel Coimbra Fernandes (23) hat keine Zukunft an der Trave. Der Offensivmann, der erst im Juli 2019 vom FC St. Pauli II zu den Grün-Weißen gegangen war, sei nach einer langen Verletzungspause „nur schwer in Tritt gekommen“, hieß es auf der Internet-Seite der Lübecker mit Verweis darauf, dass der Mann mit portugiesischen Wurzeln lediglich sechs Regionalliga-Partien (nur eine von Beginn an) absolvierte. Das einzige Pflichtspiel-Tor von Fernandes im VfB-Trikot datiert vom 21. August 2019, als er im SHFV-Lotto-Pokal einen Treffer zum 4:1-Sieg beim PSV Neumünster (Oberliga Schleswig-Holstein) beisteuerte.

Und dann ist da noch der gebürtige Lübecker Fabio Parduhn (25), der im Frühjahr 2019 aus der VfB-Reserve in den Liga-Kader hochgezogen und in der aktuellen Serie immerhin 14 Mal eingesetzt worden war – allerdings immer nur als „Joker“. Einmal stach Parduhn dabei, als er am 21. Dezember 2019 das 1:0 beim 2:0-Sieg gegen Altona 93 erzielte. Möglicherweise geht der Stürmer nun zum Stadt-Rivalen und Regionalliga-Neuling 1. FC Phönix Lübeck, mit dessen aktuellem Sportlichen Leiter Frank Salomon er bereits nach seinem ersten Abschied vom VfB in der Saison 2014/2015 beim NTSV Strand 08 zusammengearbeitet hatte.

Abschließend betonte Leeser auf der vereinseigenen Internet-Seite: „Ich möchte mich bei allen drei Spielern für ihren Einsatz für unsere Farben bedanken und wünsche ihnen für ihre Zukunft nur das Beste.“

Link: SportNord-Bericht vom 01.06.2020 über weitere Personalentscheidungen beim VfB Lübeck

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