Regionalliga: Todesfelder Verzicht auf Meldung
27.03.2020

Für Holger Böhm, den Ersten Vorsiteznden des SV Todesfelde,
ist sein Klub noch nicht reif für die Regionalliga.
Der FC Eintracht Norderstedt bleibt der einzige Regionalligist aus dem Kreis Segeberg – zumindest vorerst. Denn am Freitagabend verschickte Markus Weber, Sportlicher Leiter des SV Todesfelde, eine Pressemitteilung, in der er erklärte, dass sein Verein zwar die Meisterschaft in der Oberliga Schleswig-Holstein, aber noch (!) nicht den Aufstieg in die Regionalliga Nord anstreben würde. Deshalb verzichteten die Verantwortlichen des Dorfklubs nach reiflicher Überlegung auch darauf, beim Norddeutschen Fußball-Verband für die kommende Saison eine Meldung für die kommende Saison in der Regionalliga Nord zu beantragen.

Der 1. FC Phönix Lübeck dürfte demnach aus Schleswig-Holsteins höchster Klasse der einzige Aufstiegsanwärter sein. Das Phönix-Team verbringt die derzeitige Corona-Zwangspause zwar als Spitzenreiter, weil es bei Punktgleichheit eine um zwölf Treffer bessere Tordifferenz als die Todesfelder aufweist. Allerdings hat das zweitplatzierte SVT-Team noch eine Partie mehr auszutragen. Der Rang-Dritte TSB Flensburg liegt bereits acht Zähler zurück.


Hier der Wortlaut der Pressemitteilung des SV Todesfelde:

„Der SV Todesfelde spielt nach vielen Jahren einer positiven Entwicklung aktuell eine herausragende Saison. Nach Platz zwei beim internationalen Belt-Cup, Gewinn des Kreis-Hallenmasters und dem beeindruckenden Triumph des Hallenmasters in Schleswig-Holstein steht die Oberliga-Mannschaft vor dem Gewinn der Meisterschaft. Mit dem noch auszutragenden Landespokal-Finale gegen den VfB Lübeck winkt parallel sogar noch die Chance auf den Einzug in den DFB-Pokal.

Das Aussetzen des Spielbetriebs durch die Corona-Krise setzt dem SV Todesfelde momentan natürlich Grenzen, aber die Ziele des Vereins bleiben im Fokus. „Mannschaft und Verein wollen den Oberliga-Titel genauso wie den Landespokal, und unser weiteres Ziel bleibt der Aufstieg in die Regionalliga“, stellt der Vereinsvorsitzende Holger Böhm fest. Vereinsführung und Sponsoren haben sich in der jüngeren Vergangenheit mit diesen Zielen befasst und diesbezügliche weitreichende Entscheidungen getroffen. Der Weg ist vorgegeben, aber er wird mit Augenmaß und Vernunft verfolgt: Der SV Todesfelde wird in der Saison 2019/2020 nicht für die Regionalliga melden.

„Unser Verein ist ohne Frage gut aufgestellt, aber die Anforderungen an den Spielbetrieb in der Regionalliga sind sehr hoch, so dass wir die nötige bauliche und administrative Infrastruktur nicht aus dem Stand realisieren können“, konstatiert Böhm. Der schon begonnene Ausbau des Joda-Sportparks soll unbedingt fortgesetzt werden, um dann in der nächsten Saison den Aufstieg in die Regionalliga mit allen erforderlichen Voraussetzungen angehen zu können, soweit die sportliche Qualifikation dies ermöglicht.

Doch damit nicht genug. „Wir wollen als Verein und nicht nur als Mannschaft aufsteigen“, sagt Böhm. Dazu gehört, dass die Nachwuchsarbeit intensiviert und dass sich der Klub mit Experten und qualifizierten Mitarbeitern wirtschaftlich breiter aufstellen wird. Der Vorsitzende dazu: „Unser Slogan lautet SVT. EINE REGION. EIN TEAM – diesem Motto folgend wollen wir in Zukunft alles daransetzen, Regionalliga-Fußball in der Segeberger Region Wirklichkeit werden zu lassen.“

Link: SportNord-Bericht vom 24.02.2020 über die 1:2-Test-Niederlage des SV Todesfelde bei TuRa Harksheide

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