Landesliga: Vier Neulinge – SVNA als Härtefall
26.03.2020

Trainer Daniel Andrade-Granados und sein SV Nettelnburg-Allermöhe
müssten in diesem Fall-Beispiel aus der Landesliga in die Bezirksliga
absteigen.
Zwei Absteigern aus der Oberliga Hamburg, dem Schlusslicht Bramfelder SV und dem Vorletzten Meiendorfer SV, die beide bereits „einen beträchtlichen Rückstand auf das rettende Ufer haben“, würden in der von Peter Ehlers (Trainer des Bezirksliga-West-Spitzenreiters Rasensport Uetersen) für den Fall eines Saison-Abbruchs vorgeschlagenen Auf- und Abstiegsregelung ebenso viele Aufsteiger aus der Landesliga in die Oberliga gegenüberstehen. Dies wären natürlich die beiden Spitzenreiter VfL Lohbrügge und HEBC. „Diese beiden Mannschaften haben bisher eine sehr starke Saison gespielt und sich einen klaren Vorsprung erarbeitet, dass sie absolut verdiente Aufsteiger wären“, betonte Peter Ehlers. Wahre Worte: Die Lohbrügger weisen 19 (!) Punkte mehr auf als ihr ärgster Verfolger ASV Hamburg und benötigen nur noch sechs Zähler, um auch rein rechnerisch den Titel sicher zu haben; und der HEBC steuert, bei immerhin sieben Punkten Vorsprung auf TuRa Harksheide, klar auf Kurs sofortiger Wiederaufstieg.

Darauf, dass die beiden Landesliga-Zweitplatzierten Harksheide und ASV Hamburg in einem Entscheidungsspiel noch einen dritten Aufsteiger ermitteln – oder das TuRa-Team aufgrund seines besseren Punkte-Quotienten den Vorzug erhält –, würde Peter Ehlers „bewusst verzichten, damit der TSV Buchholz 08 als Oberliga-Drittletzter nicht absteigen muss“. Um im Gegenzug für die vier Bezirksliga-Spitzenreiter einen freien Platz in der Landesliga zu haben, ohne die Staffeln aufstocken zu müssen, müssten aus beiden Landesligen jeweils das Schlusslicht und der Vorletzte absteigen. In der Hammonia-Staffel sei dies „möglich, ohne allzu große Bauchschmerzen zu bekommen“, wie Peter Ehlers es ausdrückte: Während Blau-Weiß 96 Schenefeld mit erst zehn Zählern bereits elf Punkte Rückstand auf den rettenden 13. Rang hat, sind es beim VfL Pinneberg sieben Zähler – allerdings bewiesen die Kreisstädter zuletzt aufsteigende Formkurve und gewannen zwei ihrer vier Liga-Aufgaben im Jahr 2020, womit sie ihre Ausbeute auf 14 Punkte verbesserten. Komplizierter wird es in der Hansa-Staffel: Während dem FTSV Altenwerder (14 Zähler) immerhin acht Punkte auf den Tabellen-13. TuS Berne fehlen, liegt der Vorletzte SV Nettelnburg-Allermöhe (20 Punkte) lediglich zwei Zähler hinter den Bernern. Das Team von SVNA-Trainer Daniel Andrade-Granados, das zuletzt dreimal in Folge knapp mit 1:2 verlor, absteigen zu lassen, obwohl es neben den Bernern auch den Drittletzten Düneberger SV (21 Punkte) und den Tabellen-Zwölften FC Türkiye (23) bei einer normalen Fortsetzung der regulären Saison noch mit Leichtigkeit überholen könnte, ist also ein echter und unschöner „Härtefall“.

Im Gegenzug könnten die vier derzeitigen Bezirksliga-Spitzenreiter neu in der Landesliga begrüßt werden. In der Ost-Staffel ist der Ahrensburger TSV, der zurzeit 14 Punkte Vorsprung auf seine ärgsten Verfolger MSV Hamburg und SV Börnsen hat, für Peter Ehlers „ein souveräner Aufsteiger“. Um den Titel rein rechnerisch sicher zu haben, würden die Schlossstädter noch elf Zähler aus ihren letzten sieben Partien benötigen. Im Norden liegt der SC Victoria Hamburg II immerhin sechs Punkte vor dem Rang-Zweiten SC Poppenbüttel. In der Bezirksliga Süd hat der FC Bingöl 12 zwar ebenfalls sechs Zähler mehr als der zweitplatzierte FC Teutonia 05 II; der Rang-Dritte Rot Weiss Wilhelmsburg II könnte Bingöl aber noch aus eigener Kraft überflügeln, wenn er seine drei noch offenen Nachholpartien und dann auch das direkte Duell gegen Bingöl gewinnt. Ähnlich ist es in der West-Staffel gelagert: Die Uetersener Rasensportler von Peter Ehlers liegen zwar sieben Zähler vor dem Tabellen-Zweiten Kummerfelder SV, der aber noch zwei Begegnungen mehr zu absolvieren hat; außerdem käme es in der Rosenstadt noch zum direkten Duell. „Natürlich ist das eine komplizierte Situation“, gestand Peter Ehlers, dessen Elf das Hinspiel in Kummerfeld aber am 25. August 2019 klar mit 4:0 gewonnen hatte (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link).


Mögliche Einteilung der Landesliga-Staffeln für die Saison 2020/2021

Landesliga Hammonia

1. TuRa Harksheide
2. SV Halstenbek-Rellingen
3. Eimsbütteler TV
4. FC Eintracht Lokstedt
5. HSV Barmbek-Uhlenhorst II
6. SSV Rantzau
7. Harburger TB
8. SC Hansa 11
9. SC Sternschanze
10. Niendorfer TSV II
11. SC Nienstedten
12. Inter Eidelstedt
13. FK Nikola Tesla
14. Dersimspor (versetzt)
15. SC Victoria Hamburg II (Neuling)
16. Rasensport Uetersen (Neuling)


Landesliga Hansa

1. Meiendorfer SV (Absteiger)
2. Bramfelder SV (Absteiger)
3. ASV Hamburg
4. SV Altengamme
5. SC VW Billstedt 04
6. SC Condor
7. Rahlstedter SC
8. FC Voran Ohe
9. Klub Kosova
10. Oststeinbeker SV
11. SV Bergstedt
12. FC Türkiye
13. TuS Berne
14. Düneberger SV
15. FC Bingöl 12 (Neuling)
16. Ahrensburger TSV (Neuling)

Link: SportNord-Bericht vom 26.08.2019 über den 4:0-Sieg von Rasensport Uetersen beim Kummerfelder SV

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