Landesliga Hammonia: Platz-Tausch nach Kellerkick
17.02.2020

Für dieses Einsteigen des Pinnebergers Donat Xhelili (rechts) gegen den Schenefelder Fabian Arth (Mitte), der hier VfL-Keeper Timo Herrmann (2. von links) attackiert, gab es einen Elfmeter.
„Schlusslicht gegen Vorletzter“, hieß es am Sonntag in der Landesliga Hammonia, als der VfL Pinneberg zum ultimativen Kellerkick auf Blau-Weiß 96 Schenefeld traf. Acht Tage, nachdem die Pinneberger gegen den Niendorfer TSV II, einem weiteren direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 verloren hatten (SportNord berichtete), machten sie es jetzt besser und feierten mit einem 1:0 ihren dritten Saisonsieg. Damit reichten sie auch die „rote Laterne“ an ihren Gegner weiter und wahrten, bei nun „nur“ noch neun Punkten Rückstand auf den rettenden 13. Rang, eine Minimalchance auf den Ligaverbleib.

Wie schon gegen die Niendorfer Reserve, so rollte auch gegen die Schenefelder, die aus dem heimischen Stadion Achter de Weiden Kunstrasen gewohnt sind, auf dem Grandplatz im VfL-Stadion 2 der Ball. Dort blieb die erste Halbzeit arm an Höhepunkten, weshalb die Seiten beim Stand von 0:0 gewechselt wurde. Kurz nach dem Seitenwechsel bot sich den Gästen dann die große Chance, um in Führung zu gehen: VfL-Torwart Timo Herrmann konnte ein Linksflanke nicht festhalten und im Bemühen, den Abpraller vor dem Keeper zu erreichen, ging der eingewechselte Schenefelder Fabian Arth nach einem Kontakt mit Donat Xhelili zu Boden. Schiedsrichter Philipp Kleiner (vom SC Eilbek) entschied daraufhin nicht etwa auf Freistoß für Herrmann, der sich von Arth unfair attackiert fühlte, sondern auf Strafstoß für die Schenefelder. Mika Mettler schoss von sich aus gesehen flach rechts – genau dorthin sprang der als „Elfmeter-Killer“ bekannte Herrmann, der den Ball parierte (47.).

Die Blau-Weißen trugen danach zwar weitere Angriffe vor, doch fehlte ihnen die nötige Präzision. So übernahmen langsam aber sicher die Hausherren das Kommando. Der aufgerückte VfL-Verteidiger Dominik Füßmann traf dabei so, wie schon gegen Niendorf II, jedoch erkannte Referee Kleiner das Tor wegen einer Abseitsstellung nicht an (69.). In der 84. Minute hatten die Pinneberger dann aber Grund zum Jubeln, als Kenneth Schuster einen Querpass von Kevin Beyer zum 1:0 versenkte. Im Bemühen, irgendwie noch zum Ausgleich zu kommen, warfen die Schenefelder daraufhin in der Schlussphase alles nach vorne. Den sich dadurch bietenden Platz nutzte die Heim-Elf zu einigen Kontern. So schnupperte Schuster sogar am Doppelpack, doch er traf nur die Latte (89.). Doch auch so kassierten die Schenefelder ihre elfte Niederlage in Folge, durch die ihr Rückstand auf das rettende Ufer weiterhin zehn Zähler beträgt.

Link: Zur SportNord-Fotogalerie der Partie VfL Pinneberg – Blau-Weiß 96 Schenefeld

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