Bezirksliga West: Bethke neuer SCP-Coach
20.01.2020

Steht ab sofort beim SCP an der Linie: Patrick Bethke.
Nach 13 Monaten Unterbrechung wird Patrick Bethke ab sofort wieder regelmäßig aus dem heimischen Klein Offenseth in die Kreisstadt Pinneberg fahren. Der Grund dafür: Bethke, der im Dezember 2018 als Coach beim damaligen Hamburger Oberligisten VfL Pinneberg zurückgetreten war, übernimmt nun mit sofortiger Wirkung das Traineramt beim SC Pinneberg. „Unser großes Ziel ist es, in der Bezirksliga West den Klassenerhalt zu schaffen – und dem wird ab sofort alles andere untergeordnet“, betonte Bethke. Am vergangenen Donnerstagabend saß der 36-Jährige mit dem SCP-Vorstand sowie Arno Braeger zusammen („Das war ein richtig gutes Gespräch, das fast bis in die Nacht hinein ging“), ehe er am Montagabend der Mannschaft vorgestellt wurde.

Zuvor hatten Thomas Koster und Björn Schiller, die seit dem Abschied von Dirk Kahl im Sommer 2019 als Trainerduo fungierten (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link), laut Bethke bereits „gute Überzeugungsarbeit geleistet“. Dem 36-Jährigen war es auch wichtig, zu betonen, dass er Thomas Koster sowie Schiller keinesfalls von der Trainerbank verdrängt hat: „Thomas Koster möchte sich zukünftig wieder auf seine Spielerkarriere konzentrieren und Schiller hat gesagt, dass es ihm egal ist, ob er in der ersten oder in der zweiten Reihe steht – für ihn zählen nur das Wohl und die Rettung des SCP.“ Bei der Unterredung am Donnerstagabend stellten die SCP-Verantwortlichen ihrem neuen Trainer die Frage, wo er mit dem Verein gerne langfristig hinkommen würde. „Darauf habe ich geantwortet, dass mir eine Entwicklung des Umfelds in den nächsten Jahren wichtiger ist, als eine vordere Platzierung in der Bezirksliga – und angesichts unserer derzeitigen Tabellensituation verbietet es sich ohnehin, von der Landesliga zu träumen“, erklärte Bethke.

Und der 36-Jährige denkt über den Tellerrand des eigenen Teams hinaus: „Wenn wir irgendwann dahin kommen, dass wir wieder eine Zweite Mannschaft melden können, würde uns das dabei helfen, das Graue-Maus-Image abzulegen“, sinnierte Bethke, der Anfang Dezember 2019 nach einem knappen Jahr beim Staffel-Rivalen Hetlinger MTV gehen musste (SportNord berichtete). In der nahen Zukunft, in der Bethke viermal pro Woche zu einer Übungseinheit bitten wird („Das hatten Thomas Koster sowie Schiller schon so geplant und ich halte daran fest!“), steht für die SCP-Kicker nun aber erst einmal der Kampf um den Klassenerhalt im Vordergrund. Als Vorletzter haben die Pinneberger aktuell sieben Punkte Rückstand auf den FC Roland Wedel, der den rettenden 13. Rang belegt, aber auch schon zwei Partien mehr absolviert hat. „Unsere Mannschaft ist besser, als es ihr derzeitiger Tabellenplatz aussagt – zuletzt ist es den Spielern aber nicht gelungen, ihre Qualität auf dem Platz abzurufen“, analysierte Bethke.

Ob neben Christian Koster, der nach einem halben Jahr im Hetlinger Deichstadion, wo er bereits unter Bethkes Regie kickte, an die Raa zurückgekehrt ist, noch weitere Neuzugänge kommen? „Der eine oder andere Spieler, der vereinslos ist und somit sofort für uns spielberechtigt wäre, schwirrt mir im Kopf herum – ich werde mir aber auch ein Bild von unserer A-Jugend machen“, schloss Bethke weder vereinsinterne noch weitere externe Zugänge aus. Spätestens im Sommer soll der Kader eine Blutauffrischung erfahren: „Wir brauchen ein paar junge Spieler, um mehr Zug reinzubekommen – erfahrene Kräfte haben wir genug im Team“, befand Bethke, der mit den SCP-Verantwortlichen keinen Zeitrahmen für sein Engagement fixierte: „Ich würde mich sehr freuen, wenn wir die Klasse halten und ich danach daran mitwirken darf, dass wir uns wieder vernünftig in der Bezirksliga etablieren“, lautete die abschließende Einschätzung von Familienvater Bethke, der für sein Engagement beim SCP einige Fahrt-Kilometer auf sich nimmt. Immerhin sollte er den Weg in die Kreisstadt noch gut kennen, auch wenn der SCP-Sportplatz eine Autobahnausfahrt weiter von seinem Zuhause entfernt ist als die Sportanlage des Stadt-Rivalen VfL ...

Link: SportNord-Bericht vom 29.04.2019 über die Beförderung von Björn Schiller vom Co- zum Cheftrainer

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