DFB-Pokal: Dassendorf gegen Dresden, Derby in Lübeck
15.06.2019

Trainer Cristian Fiel und Dynamo Dresden sind der Gegner der
TuS Dassendorf in der Ersten Runde des DFB-Pokals der
kommenden Saison.
Die Würfel sind gefallen: Am Sonnabendabend loste Ex-Nationalspielerin Nia Künzer die Erstrunden-Duelle des DFB-Vereinspokals der kommenden Saison aus. Dem Hamburger Oberligisten TuS Dassendorf, der sich durch die Titelverteidigung im Oddset-Pokal zum zweiten Mal in Folge für den bundesdeutschen Pokal-Wettbewerb qualifiziert hatte, bescherte Künzer ein Duell mit dem Zweitligisten SG Dynamo Dresden. Mit Verteidiger Sören Gonther (32), der von 2012 bis 2017 für den FC St. Pauli kickte, haben die Sachsen auch einen Ex-Hamburger im Kader. In der nun zu Ende gegangenen Saison 2018/2019 unterlagen die Dassendorfer am 18. August 2018 in der Ersten Runde dem Zweitligisten MSV Duisburg im Bergedorfer Stadion Sander Tannen mit 0:1. Am 26. August 2000 hatte es, nach dem ersten Pokal-Sieg des TuS-Teams, ebenfalls an den Sander Tannen eine 0:5-Klatsche gegen den damaligen Erstligisten SpVgg Unterhaching gegeben. Ob dem Klub vom Rande des Sachsenwalds nun im dritten Anlauf erstmals der Einzug in die Zweite Runde gelingt?

Dem VfB Lübeck (Vizemeister der Regionalliga Nord), der sich durch den Gewinn des SHFV-Lotto-Pokals für den DFB-Pokal qualifiziert hatte (1:0-Finalsieg gegen den Viertliga-Rivalen und Pokal-Titelverteidiger SC Weiche Flensburg 08), bescherte Künzer ein Derby: An der Lohmühle empfangen die Grün-Weißen den Zweitligisten FC St. Pauli. Kurios: Dieses Duell gab es bereits vor drei Jahren und am 19. August 2016 gewannen die Kiez-Kicker an der Trave mit 3:0. Die letzten Punktspiele zwischen den beiden Teams liegen schon mehr als zwölf Jahre zurück: In der Regionalliga-Saison 2006/2007 gewann jeweils der Gastgeber (Lübeck am 12. August 2006 mit 1:0 und St. Pauli am 17. Februar 2007 mit 2:0). Der letzte VfB-Sieg im DFB-Pokal gegen die Braun-Weißen datiert vom 28. Oktober 2003 (3:2 nach Verlängerung in der Zweiten Runde im Millerntor-Stadion).

Deutlich weiter reisen muss der andere Hamburger Zweitligist: Der erste Pokal-Auftritt des Hamburger SV unter Neu-Coach Dieter Hecking findet beim Chemnitzer FC statt. Die Sachsen, die im Mai als Meister der Regionalliga Nordost den sofortigen Wiederaufstieg in die Dritte Liga geschafft hatten, qualifizierten sich durch den Gewinn des Wernesgrüner-Sachsenpokals (2:0-Finalsieg gegen den Drittligisten FSV Zwickau) für den bundesdeutschen Pokal-Wettbewerb. In diesem Sommer wechselt Verteidiger Clemens Schoppenhauer (27), der vom Juli 2017 bis zum Dezember 2018 für St. Pauli kickte, vom Drittliga-Absteiger VfR Aalen in den Freistaat Sachsen. Der HSV, der in der nun zu Ende gegangenen Saison erst im DFB-Pokal-Halbfinale am Chemnitzer Landes-Rivalen RasenBallsport Leipzig scheiterte (1:3), war noch nie zu einem Pflichtspiel im Stadion an der Gellertstraße zu Gast.

Der Zweitligist Holstein Kiel zog mit dem FSV Salmrohr das klassentiefste Los. Die Mannschaft aus der Gemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich ist der einzige Sechstligist im Teilnehmerfeld. Im Mai entging das FSV-Team als Tabellen-14. der Rheinlandliga nur knapp dem Schicksal, aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar in die Bezirksliga durchgereicht zu werden – dann gewann es aber durch einen 6:5-Finalsieg nach Elfmeterschießen gegen die klassenhöhere und klar favorisierte TuS Koblenz (Rang-Vierter der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) den Bitburger-Rheinlandpokal. Die insgesamt 32 Erstrunden-Duelle sollen ausgetragen werden vom Freitag, 9. August bis zum Montag, 12. August. Mit einer zeitlichen Fixierung der einzelnen Partien sei „frühestens zehn bis zwölf Tage nach der Auslosung zu rechnen“, teilten die Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bundes mit.


Die Erstrunden-Duelle auf einen Blick:

TuS Dassendorf (Oberliga Hamburg, Pokal-Sieger Hamburg)
SG Dynamo Dresden (Zweite Bundesliga)

VfB Lübeck (Regionalliga Nord, Pokal-Sieger Schleswig-Holstein)
FC St. Pauli (Zweite Bundesliga)

Chemnitzer FC (Dritte Liga, Pokal-Sieger Sachsen)
Hamburger SV (Zweite Bundesliga)

FSV Salmrohr (Rheinlandliga, Pokal-Sieger Rheinland)
Holstein Kiel (Zweite Bundesliga)

SV Drochtersen/Assel (Regionalliga Nord, Pokal-Sieger Niedersachsen Dritte/Vierte Liga)
FC Schalke 04 (Erste Bundesliga)

MSV Duisburg (Dritte Liga, als Zweitliga-Absteiger qualifiziert)
SpVgg Greuther Fürth (Zweite Bundesliga)

FC Hansa Rostock (Dritte Liga, Pokal-Sieger Mecklenburg-Vorpommern)
VfB Stuttgart (Zweite Bundesliga)

Karlsruher SC (Zweite Bundesliga)
Hannover 96 (Zweite Bundesliga)

SV Waldhof Mannheim (Dritte Liga, Pokal-Zweiter Baden)
SG Eintracht Frankfurt (Erste Bundesliga)

KFC Uerdingen 05 (Dritte Liga, Pokal-Sieger Niederrhein)
Borussia Dortmund (Erste Bundesliga)

1. FC Kaiserslautern (Dritte Liga, Pokal-Sieger Südwest)
1. FSV Mainz 05 (Erste Bundesliga)

VfL Osnabrück (Zweite Bundesliga)
RasenBallsport Leipzig (Erste Bundesliga)

SV Atlas Delmenhorst (Oberliga Niedersachsen, Pokal-Sieger Niedersachsen Amateure)
SV Werder Bremen (Erste Bundesliga)

FSV Wacker Nordhausen (Regionalliga Nordost, Pokal-Sieger Thüringen)
FC Erzgebirge Aue (Zweite Bundesliga)

FC Energie Cottbus (Regionalliga Nordost, Pokal-Sieger Brandenburg)
FC Bayern München (Erste Bundesliga, Titelverteidiger)

SSV Ulm 1846 Fußball (Regionalliga Südwest, Pokal-Sieger Württemberg)
1. FC Heidenheim 1846 (Zweite Bundesliga)

SC Verl (Regionalliga West, Sieger Entscheidungsspiel Westfalen)
FC Augsburg (Erste Bundesliga)

1. FC Saarbrücken (Regionalliga Südwest, Pokal-Sieger Saarland)
SSV Jahn 2000 Regensburg (Zweite Bundesliga)

TSV Alemannia Aachen (Regionalliga West, Pokal-Sieger Mittelrhein)
TSV Bayer 04 Leverkusen (Erste Bundesliga)

SV Wehen Wiesbaden (Zweite Bundesliga)
1. FC Köln (Erste Bundesliga)

1. FC Magdeburg (Dritte Liga, als Zweitliga-Absteiger qualifiziert)
SC Freiburg (Erste Bundesliga)

SV Sandhausen 1916 (Zweite Bundesliga)
VfL Borussia Mönchengladbach (Erste Bundesliga)

FC Oberneuland (Bremen-Liga, Pokal-Sieger Bremen)
SV Darmstadt 98 (Zweite Bundesliga)

FC 08 Villingen (Oberliga Baden-Württemberg, Pokal-Sieger Südbaden)
Fortuna Düsseldorf (Erste Bundesliga)

KSV Baunatal (Hessen-Liga, Pokal-Finalist Hessen)
VfL Bochum (Zweite Bundesliga)

Hallescher FC (Dritte Liga, als Drittliga-Vierter qualifiziert)
VfL Wolfsburg (Erste Bundesliga)

VfB Germania Halberstadt (Regionalliga Nordost, Pokal-Zweiter Sachsen-Anhalt)
1. FC Union Berlin (Erste Bundesliga)

FC Kickers Würzburg (Dritte Liga, Pokal-Sieger Bayern)
TSG 1899 Hoffenheim (Erste Bundesliga)

FC Ingolstadt 04 (Dritte Liga, als Zweitliga-Absteiger qualifiziert)
1. FC Nürnberg (Zweite Bundesliga)

VfB Eichstätt (Regionalliga Bayern, beste Erste Mannschaft in der Regionalliga Bayern)
Hertha BSC Berlin (Erste Bundesliga)

SV Rödinghausen (Regionalliga West, Pokal-Sieger Westfalen)
SC Paderborn 07 (Erste Bundesliga)

FC Viktoria 1899 Berlin (Regionalliga Nordost, Pokal-Sieger Berlin)
DSC Arminia Bielefeld (Zweite Bundesliga)


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