Hallenturnier: Tornesch verteidigt Kreismeister-Titel
07.01.2019

Final-Zweikampf zwischen dem Tornescher Jannik Swennosen
(links) und Pascal Haase von Rugenbergen, der Torschützenkönig
wurde.
Ja, die Sporthalle der Theodor-Heuss-Schule war auch am Sonnabend prall gefüllt ‒ aber ganz so gut wie an den beiden vorherigen Abenden, als bei den beiden Vorturnieren vor allem die Anhänger des TuS Appen ihr Team sensationell angefeuert hatten, war die Stimmung nicht. Trotzdem waren die Verantwortlichen des VfL Pinneberg auch beim Hauptturnier des „Bert-Meyer-Cup“ mit dem Zuschauer-Zuspruch zufrieden. Besonders glücklich begaben sich derweil die Spieler des Hammonia-Landesligisten FC Union Tornesch auf die Heimfahrt: Sie verteidigten bei den inoffiziellen Pinneberger Kreismeisterschaften nämlich erfolgreich ihren Titel. „Das ist ein schöner Triumph“, sagte Union-Trainer Thorben Reibe, der das Turnier zuvor schon dreimal mit dem VfL Pinneberg (2011 und 2015 als Spieler sowie 2017 als Coach) gewonnen hatte.

Eng ging es in der Gruppe A zu: Der Oberligist SV Rugenbergen und der Hammonia-Landesligist SV Halstenbek-Rellingen schafften jeweils mit acht Punkten den Einzug in das Halbfinale. Der Hammonia-Staffel-Neuling SSV Rantzau blieb nach einem starken Beginn mit sieben Zählern unglücklich auf der Strecke. Chancenlos war dieses Mal der Vorjahres-Finalist Blau-Weiß 96 Schenefeld (Bezirksliga West), der punktlos blieb. Der Gruppe B drückten der Oberliga-Vorletzte Wedeler TSV und die Tornescher ihren Stempel auf. Zum Gruppen-Ausklang trafen sie zum Duell um den ersten Platz aufeinander: Eine 2:0-Führung verspielte der Wedeler TSV zunächst und ein 2:2 hätte dem Union-Team zum Gruppen-Sieg genügt ‒ doch in der Schlussminute schoss Joao Nunes Correia Junior seine Elbstädter zum 3:2- und damit auch zum Gruppen-Sieg.

„Das war ärgerlich“, sagte Reibe mit Blick darauf, dass sein Team deshalb im Halbfinale auf die starken Halstenbek-Rellinger traf. Deren Keeper Sergio Batista Monteiro, ein gelernter Angreifer, interpretierte das Torwart-Spiel sehr offensiv. „Das hat mir gut gefallen“, lobte Reibe den 23-Jährigen, der mit einem 20-Meter-Schuss die Latte des Union-Gehäuses traf. „Wenn wir da in Rückstand geraten wären, hätten wir es gegen diesen sehr starken Gegner schwer gehabt, noch einmal zurückzukommen“, vermutete Reibe. Statt 0:1 stand es aber plötzlich 1:0 für Union, als Christian Kulicke knallhart von rechts traf. Mike Theis gelang der verdiente 1:1-Ausgleich und es sah danach aus, als müsse dieses Duell so, wie eine Woche zuvor das Finale beim „1. Nordsport-Cup“ des FC Elmshorn, im Neunmeterschießen entschieden werden. Doch in der Schlussminute schoss Kulicke die Tornescher zum 2:1-Erfolg und in das Endspiel.

Im anderen Semifinale legten Marcel Uitz sowie Christian Dirksen zunächst für die Wedeler zwei Tore vor. Doch das Team von Rugenbergen schlug zurück: Patrick Hoppe und Sebastian Gohrke egalisierten zum 2:2, ehe Pascal Haase kurz vor Ultimo den 3:2-Siegtreffer erzielte. Der SVR-Stürmer wurde damit auch Torschützenkönig. Anschließend einigte sich HR-Trainer Heiko Barthel mit den Verantwortlichen seines Ex-Klubs Wedel darauf, das Duell um den dritten Platz nicht über zwölf Minuten ausspielen, sondern vom Neunmeterpunkt aus ausschießen zu lassen. Marcel Schöttke brachte die Halstenbeker in Front, ehe der erste TSV-Schütze Uitz an Batista Monteiro scheiterte. Das 2:0 von Indrit Behrami beantwortete der Wedeler Andrew Banoub, doch denn rutschte der Neunmeter von Theis in das Netz, obwohl ihn TSV-Torwart Lorenz Golembiewski noch berührte, und die „Baumschuler“ hatten den Bronze-Rang sicher.

Im Finale brachte Dennis Beckmann die Tornescher in Front. Anschließend verpassten es Fabian Knottnerus und Jannik Swennosen bei guten Gelegenheiten, den Vorsprung auszubauen. Als SVR-Akteur Boamah Rüster eine Zeitstrafe kassiert hatte, nutzte Knottnerus die Überzahl aber, um in der vorletzten Minute mit dem 2:0 alles klarzumachen. „Das Finale haben wir verdient gewonnen“, urteilte Reibe, der allerdings auch seine schon nach dem Turniersieg in Elmshorn getätigte Aussage untermauerte, dass „in der Halle immer auch das Glück dazu gehören würde“, und befand: „Wir waren zusammen mit den Halstenbekern die beste Mannschaft des Turniers ‒ aber das HR-Team hätte den Sieg auch verdient gehabt.“ Letztmals war übrigens dem Wedeler TSV beim Pinneberger Turnier die Titelverteidigung gelungen: Dies war 2010, als das Turnier noch „Tageblatt-Cup“ hieß.

Neben dem Union-Team und Haase wurden bei der Siegerehrung auch Yannic Neumann vom Kummerfelder SV (bester Torwart), Hassan Zarei (Rugenbergen, bester Spieler), der Kummerfelder Aleksa Basta (bester Nachwuchsspieler) geehrt. Und die in der Bezirksliga West kickenden Kummerfelder, die sich am Freitagabend durch ihren Triumph beim zweiten Vorturnier des „Bert-Meyer-Cup“ für das Hauptturnier qualifiziert hatten, wurden als fairste Mannschaft des Turniers ausgezeichnet.


Gruppe A

Ergebnisse:
SV Rugenbergen – FC Roland Wedel ... 2:2
SSV Rantzau – SV Halstenbek-Rellingen ... 1:1
Blau-Weiß 96 Schenefeld – SV Rugenbergen ... 0:1
FC Roland Wedel – SSV Rantzau ... 0:2
SV Halstenbek-Rellingen – Blau-Weiß 96 Schenefeld ... 2:0
SV Rugenbergen – SSV Rantzau ... 3:1
FC Roland Wedel – SV Halstenbek-Rellingen ... 0:4
SSV Rantzau – Blau-Weiß 96 Schenefeld 1:0
SV Halstenbek-Rellingen – SV Rugenbergen ... 2:2
Blau-Weiß 96 Schenefeld – FC Roland Wedel ... 2:3

Tabelle:
1. SV Halstenbek-Rellingen ... 4 Spiele, 9:3 (+ 6) Tore, 8 Punkte
2. SV Rugenbergen ... 4 Spiele, 8:5 (+ 3) Tore, 8 Punkte
3. SSV Rantzau ... 4 Spiele, 5:4 (+ 1) Tore, 7 Punkte
4. FC Roland Wedel ... 4 Spiele, 5:10 (- 5) Tore, 4 Punkte
5. Blau-Weiß 96 Schenefeld ... 4 Spiele, 2:7 (- 5) Tore, 0 Punkte


Gruppe B

Ergebnisse:
VfL Pinneberg – Wedeler TSV ... 1:1
FC Elmshorn – Kummerfelder SV ... 0:2
FC Union Tornesch – VfL Pinneberg ... 2:0
Wedeler TSV – FC Elmshorn ... 2:1
Kummerfelder SV – FC Union Tornesch ... 0:2
VfL Pinneberg – FC Elmshorn ... 2:0
Wedeler TSV – Kummerfelder SV ... 4:1
FC Elmshorn – FC Union Tornesch ... 0:3
Kummerfelder SV – VfL Pinneberg ... 2:2
FC Union Tornesch – Wedeler TSV ... 2:3

Tabelle:
1. Wedeler TSV ... 4 Spiele, 10:5 (+ 5) Tore, 10 Punkte
2. FC Union Tornesch ... 4 Spiele, 9:3 (+ 6) Tore, 9 Punkte
3. VfL Pinneberg ... 4 Spiele, 5:5 ( 0) Tore, 5 Punkte
4. Kummerfelder SV ... 4 Spiele, 5:8 (- 3) Tore, 4 Punkte
5. FC Elmshorn ... 4 Spiele, 1:9 (- 8) Tore, 0 Punkte


Halbfinale

SV Halstenbek-Rellingen – FC Union Tornesch ... 1:2
Wedeler TSV – SV Rugenbergen ... 2:3


Platzierungsspiele

Neunmeterschießen um den dritten Platz:
SV Halstenbek-Rellingen – Wedeler TSV 3:1

Finale:
FC Union Tornesch – SV Rugenbergen 2:0


Abschluss-Platzierungen

1. FC Union Tornesch (Landesliga Hammonia, Gastgeber)
2. SV Rugenbergen (Oberliga Hamburg)
3. SV Halstenbek-Rellingen (Landesliga Hammonia)
4. Wedeler TSV (Oberliga Hamburg)

Link: SportNord-Bericht vom 07.01.2018 über den Triumph des FC Union Tornesch beim Bert-Meyer-Cup 2018

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