Oberliga: Süderelbe siegt klar im Elbestadion
16.10.2018

Nicht zu fassen: FCS-Stürmer Edison Sa Borges Dju (links) lässt sich vom Wedeler Yongkwan Lee nicht aufhalten.
Nachdem der FC Süderelbe zuvor in der Oberliga Hamburg fünfmal in Folge ungeschlagen geblieben war, hatte er am 5. Oktober eine 2:4-Heimpleite gegen den SV Curslack-Neuengamme kassiert. „Absolut unnötig“ nannte FCS-Coach Markus Walek dieses Ergebnis rückblickend ‒ und freute sich darüber, dass sein Team am Sonntag mit einem am Ende klaren 3:0-Sieg beim Wedeler TSV wieder in die Erfolgsspur zurückkehrte.

Im Elbestadion hatten die Süderelber in der ersten Halbzeit klare Vorteile. „Wir haben uns mehrere gute Torchancen herausgespielt, es aber leider versäumt, daraus auch eine deutliche Führung zu machen“, haderte Walek. So schnupperten die Gäste bereits in der fünften Minute am Führungstor, als Muhamet Hodolli nach einem Konter und einer guten Ablage abzog, aber knapp links vorbei zielte. Fünf weitere Zeigerumdrehungen später blockte der Wedeler Daniel Diaz Alvarez einen Schuss von Simon Keisef in höchster Not noch ab, ehe Edison Sa Borges Dju von halblinks aus am gut reagierenden TSV-Torwart Andre Alves Lopes scheiterte (12.). Die erste Gelegenheit der Heim-Elf gab es, als Nicolaj Rörström im Anschluss an einen Eckstoß aus dem rechten Halbfeld auf das lange Strafraumeck flankte, von wo aus Jaques Rodrigues Oliveira nur knapp am kurzen Pfosten vorbei zielte (15.).

In der 20. Minute gingen die Süderelber dann verdientermaßen in Führung: Nach einem Eckstoß konnte Sa Borges Dju den Ball im Duell mit Yongkwan Lee zwar nicht gen Tor köpfen, wohl aber zu Christopher Mahrt ablegen. Mahrt ließ daraufhin zunächst den zu ungestüm attackierenden Wedeler Andrew Banoub und dann auch Yongkwan Lee aussteigen, ehe er den Ball vom linken Strafraumeck aus in den rechten oberen Winkel zirkelte. Alves Lopes griff über und berührte den Ball noch minimal, konnte ihn aber nicht mehr entscheidend abwehren ‒ ein Traumtor (20.). „Mahrt hat eine sehr gute Schusstechnik“, lobte Walek seinen Führungstorschützen. Nachdem auf der Gegenseite ein Schuss von Rodrigues Oliveira noch abgeblockt worden war (25.), plätscherte die Partie bis zur Pause vor sich hin.

Nach dem Seitenwechsel hätte ein Elfmeter für einen anderen Verlauf der zweiten Halbzeit sorgen können: Marcus Richter wurde von Justin Heinbockel gelegt, scheiterte dann aber vom ominösen Punkt aus an FCS-Keeper Yalcin Ceylani (52.). „Insgesamt haben unsere Spieler zu wenig gezeigt“, tadelte TSV-Manager Thorsten Zessin. Trotzdem wäre auch in der 65. Minute noch der Ausgleich möglich gewesen, doch Luis Diaz Alvarez traf nur den Pfosten und Richter jagte den Nachschuss über die Latte.

In der Schlussphase machten die Süderelber dann mit zwei weiteren Toren den Sack zu: Zunächst gewannen sie links im Zweikampf den Ball und Mahrt flankte in die Mitte, wo Sa Borges Dju zum 0:2 einköpfte (77.). Dann profitierten die Gäste davon, dass die Heim-Elf alles auf die Karte Offensive setzte und weit aufrückte: Sa Borges Dju stand zwar im Abseits, nicht aber der durchlaufende Keisef, der in der Nachspielzeit einen Pass von Alexandar Mucunski zum 0:3-Endstand nutzte (92.). „Am Ende haben wir verdient gewonnen, aber wir werden nicht abheben“, erklärte Walek abschließend.

Link: SportNord-Bericht vom 04.10.2018 über den Einzug des Wedeler TSV in das Oddset-Pokal-Achtelfinale

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