Bezirksliga Nord: UH-Adler zerlegt Hoisbüttel
16.04.2018

Im Spiel zweier Teams, die mit jeweils 26 Punkten auf dem Konto auf einen Dreier setzten, um sich weiter von der Abstiegszone zu entfernen, gelang dies UH-Adler mit einem auch in der Höhe völlig verdienten 6:2 gegen den Hoisbütteler SV.

UH-Adler blieb dadurch auch im fünften Spiel mit insgesamt neun erzielten Punkten nach der Winterpause ungeschlagen und machte so einen großen Schritt zu einer weiteren Saison in der Bezirksliga. Der Sieben-Punkte-Lauf der Hoisbütteler wurde indes jäh gestoppt. In den sechs verbleibenden Spielen, wobei das Team von Trainer Alexander Windt noch drei der momentan vier letztplatzierten Mannschaften zu Hause empfängt, sollten die Chancen jedoch gutstehen, die Liga zu halten.

Nimmt man nur die Partie bei UH zum Maßstab, könnten allerdings Zweifel aufkommen, denn zu schwach präsentierte sich der Aufsteiger über fast die kompletten 90 Minuten. Schon nach drei Minuten ließen die Gäste UH-Adler viel zu viel Raum für ungehindertes Passspiel, das Tim Finkeldey mit dem 1:0 aus kurzer Distanz abschließen konnte. Sven Drews hätte nach einem Eckball erhöhen können, traf aber den Ball nicht richtig (8.), was ihm nach weiteren drei Zeigerumdrehungen besser gelang und das Resultat auf 2:0 ausbaute. Ein scharf getretener Freistoß rechts am Strafraumrand von Tim Finkeldey war Ausgangspunkt zu diesem Treffer. Das fast mühelose Schalten und Walten der Gastgeber wehrte noch einige Minuten bis Finkeldey nach einem Konter nur am gut reagierenden Torwart Lukas Weber scheiterte (24.) Gleich darauf konnte sich Hoisbüttels Marco Vogler bis zur linken Torauslinie durchsetzen, passte punktgenau auf Malte Jonas, der dann aber frei aus sieben Metern den Ball direkt auf UH-Torwart Christoph Patzer setzte (25.), der erstmals nach seinem Winterwechsel vom HSV Barmbek-Uhlenhorst V den angeschlagenen Robert Block vertrat. Einem Weckruf für Hoisbüttel glich dieser Hochkaräter aber nicht gerade, denn in den letzten 20 Minuten der ersten Halbzeit fand das Spiel nur noch zwischen den Strafräumen statt.

Mit dem Wiederanpfiff war den Gästen kurzzeitig der Wille anzumerken, eventuell doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. Der Anschlusstreffer von Justus Hetenji (52.) zum 1:2 durch einen Schuss aus 16 Metern ins untere linke Toreck glich dann aber doch nur einem kurzen Aufbäumen, denn danach machten die Hausherren wieder richtig ernst.
Zunächst traf Ayke Yesiltac nach einem Konter nur den linken Innenpfosten (58.). Dann aber setzte Tim Finkeldey einen Heber aus 12 Metern über Torwart Lukas Weber hinweg zum vorentscheidenden 3:1 in die Maschen. Fortan wirkte die Abwehr der Gäste komplett überfordert. Ayke Yesiltac traf per Kopfball nach einer Ecke völlig blank im Fünfmeterraum zum 4:1 (73.) und Finkeldey per Abstauber – Yesiltac hatte aus 40 Metern die Latte getroffen – erhöhte auf 5:1 (75.). Yesiltac nutzte fünf Minuten später eine komplettes Chaos im Gäste-Strafraum und machte so das halbe Dutzend perfekt, ehe Leon Richter zum 6:2 den letzten Treffer des Tages erzielte (82.). Ein 8:3 wäre durchaus möglich gewesen, hätten auf UH-Seite Leon Weber und Ayke Yesiltac oder Hoisbüttels Christopher Knoth in den Schlussminuten ihre Riesenchancen noch genutzt.





hvp



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