A-Kreisklasse 5: Höchster Saisonsieg für VfL-Dritte
13.03.2018

Der Pinneberger Rzgan Mirza Elias (rechts) im Duell mit Arthur Reichert vom TSV Uetersen.
Eigentlich hatte Patrick Bethke seinen Kindern und seiner Ehefrau versprochen, dass der Freitag „ein Familien-Tag“ wird. Dann musste er aber mehrere Spieler aus dem Kader der Zweiten Herren des VfL Pinneberg, die er trainiert, für die Drittvertretung abstellen, als diese am Freitagabend den TSV Uetersen empfing: „Andernfalls hätte unsere Dritte Mannschaft nicht antreten können“, versicherte Patrick Bethke, der ‒ um „seine“ Spieler in Augenschein zu nehmen ‒ unter den Zuschauern weilte. Familiäre Probleme kommen aber deshalb wohl nicht auf ihn zu: Seine Kinder begleiteten ihn und durften in der Halbzeitpause sogar mit ihm auf dem Grandplatz an der Fahltsweide kicken.

Naturgemäß weniger schön fand die Leihgaben des Landesliga-Teams Uwe Brill: „Unter diesen personellen Voraussetzungen war nicht mehr drin“, sagte der TSV-Team-Manager auch mit Verweis darauf, dass seiner Mannschaft mit Torwart Sven Holzäpfel, Spielertrainer Florian Blaedtke und Recep Özdemir drei wichtige Akteure fehlten. Auch wenn der gelernte Verteidiger Marc Siemssen, der aushilfsweise das Gäste-Gehäuse hütete, mehrmals unglücklich aussah, machte ihm Brill „keinen Vorwurf“. Bereits in der 13. Minute gingen die Hausherren in Führung: Zunächst traf Rzgan Mirza Elias den rechten Pfosten, doch in der Folge flankte Julien Hagedorn von rechts in die Mitte, wo Jan Jania zum 1:0 einschoss. Danach trugen auch die Gäste einige ansehnliche Angriffe vor. Der 1:1-Ausgleich wurde aber von einem Fehlpass des Pinnebergers Finn de Jong begünstigt: TSV-Torjäger Tobias Brandt nahm den Ball auf, marschierte durch die gegnerische Spielfeldhälfte und schoss von halblinks aus flach zum 1:1 in das lange Eck ein (27.).

Dieses Ergebnis hielt aber nicht lange, denn nur drei Zeigerumdrehungen später gingen die Kreisstädter wieder in Front: Elias traf nach Vorlage von Taulant Xhelili. Kurz nach dem Seitenwechsel glich Ermond Veliqi zum 2:2 aus (49.). „Danach hatten wir noch drei hundertprozentige Torchancen, waren aber spielerisch sowie in der Abwehr zu schwach“, analysierte Brill. Und während die Rosenstädter ihre Gelegenheiten vergaben, legten Jania (68., 71.), Dudley Titus Shigwedha (79.) sowie Xhelili (90.) für die VfL-Dritte noch vier Tore nach. „Unsere Spieler haben sich aber nach Kräften gewehrt“, nahm Brill seine Schützlinge, dem Fehlstart nach der Winterpause zum Trotz, ausdrücklich in Schutz.


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