Kreisliga 8: Schacht-Elf verliert erstmals seit dem 22. Mai 2016
16.08.2017

Am 22. Mai 2016 hatte die Mannschaft des SC Egenbüttel, die von Mario Schacht trainiert wird, letztmals ein Punktspiel verloren. Die 2:3-Heimpleite im damaligen „Abstiegs-Endspiel“ gegen den FC Roland Wedel II bedeutete den Absturz aus der Kreisliga 7 in die A-Kreisklasse 5, wodurch das Team auch von der Zweiten zur Dritten Mannschaft des SCE wurde. In der Saison 2016/2017 gewann Schachts Elf alle 30 Punktspiele in der A-Kreisklasse 5, schaffte als Meister den sofortigen Wiederaufstieg in die Kreisliga 8 und wurde wieder von der Dritten zur Zweiten Herren. Nun setzte es am Sonntag im dritten Saisonspiel, nach zuvor einem Sieg und einem Unentschieden, eine herbe 0:7-Klatsche beim FC Union Tornesch II ‒ womit die Egenbütteler nach saisonübergreifend 32 Liga-Spielen, in denen sie ungeschlagen geblieben waren, erstmals wieder verloren.

Die SCE-Reserve trat im „Torneum Fußballpark“ arg ersatzgeschwächt an. In der 17. Minute konnten die Hausherren erstmals jubeln: Nach einer schönen Ballstafette über Philipp Hege und Marcel Lambert gelangte die Kugel zu Maximilian Matthiesen, der in den Gäste-Strafraum marschierte und flach links zum 1:0 einschoss. Zehn Minuten später verpasste Jannik Siems frei vor SCE-Keeper Thomas Prinz nur knapp das 2:0; dann jagte Matthiesen den Ball nach einem Konter über die linke Seite in die dritte Etage (32.). Kurz vor der Pause fiel das laut Andreas Popko „ganz wichtige sowie überfällige zweite Tor“: Nach einem Ballverlust der Egenbütteler schnappte sich Marcel Lambert das Spielgerät und überlupfte Prinz zum 2:0 (40.). Die zweite Halbzeit begann dann so, wie die erste aufgehört hatte, nämlich mit einem Ballverlust der SCE-Reserve im Spielaufbau und einem Lupfer-Tor der Heim-Elf. Nun war es Philipp Hege, der nach einem Doppelpass mit Matthiesen aus 14 Metern über Prinz hinweg das 3:0 erzielte (46.). „Das war eine ganz starke Aktion“, lobte Andreas Popko.

Der Trainer selbst bewies ein glückliches Händchen, als er nach einer guten Stunde Nick Schlapkohl für Philipp Hege einwechselte. Denn als er gerade einmal zwei Minuten im Spiel war, setzte sich Schlapkohl stark durch, marschierte in den Gäste-Strafraum und krönte seine „hervorragende Einzelaktion“ (Andreas Popko) mit dem 4:0 (67.). Sogar 5:0 hieß es, als Jannik Mührer nach einem Angriff über die linke Seite auf den zweiten Pfosten flankte, wo Matthiesen einköpfte (73.). Beinahe hätte kurz darauf auch der zweite Tornescher „Joker“ gestochen − doch nachdem Jan Aufgebauer schön freigespielt worden war, vergab er aus zwölf Metern (81.). Trotzdem nahm die Niederlage für die Egenbütteler in der Schlussphase noch desaströse Züge an. Maximilian Willmer eroberte im Mittelfeld per Grätsche einen Ball und spielte ihn zu Aufgebauer, dessen Schnittstellenpass Matthiesen kaltschnäuzig zum 6:0 nutzte (87.). In der vorletzten Minute konterten die Tornescher dann erneut über ihre linke Seite, wo Aufgebauer in den Gäste-Strafraum eindrang und uneigennützig querlegte zu Patrick Stahnke, der eiskalt zum 7:0-Endstand einschoss.

„Alle Spieler − auch die, die nicht eingesetzt wurden − haben sich voll für das Team engagiert“, so Andreas Popko, der lobte: „Wir haben von hinten heraus sehr klar und strukturiert bis zum gegnerischen Tor gespielt, immer wieder überlegt abgeschlossen und auch in der Höhe verdient gewonnen.“


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