Oberliga: Letzte Runde am Freitagabend
19.05.2017

Geht Trainer Berkan Algan mit Altona 93 als Hamburger Vizemeister oder als Tabellen-Dritter in die Aufstiegsrunde?
Schon seit vielen Jahren ist es guter Brauch, dass in der Oberliga Hamburg alle Partien des 34. und letzten Spieltages zeitgleich freitagabends absolviert werden. Am Freitag, 19. Mai ist es wieder soweit und in der höchsten Hamburger Spielklasse klingt ab 19 Uhr die Saison 2016/2017 aus. „Nachsitzen“ muss beziehungsweise darf nur Altona 93, das wie schon vor Jahresfrist versucht, in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord den Sprung in die Viertklassigkeit zu bewerkstelligen. Alle wichtigen Entscheidungen in der Oberliga sind bereits gefallen: Die TuS Dassendorf wurde schon am vergangenen Freitag zum vierten Mal in Folge Hamburger Meister (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link). Und mit dem BSV Buxtehude, dem Klub Kosova sowie etwas überraschend der SV Halstenbek-Rellingen stehen auch schon alle drei Absteiger in die Landesliga fest. Somit gilt es am Freitagabend „nur“ noch, zu klären, wer Vizemeister wird und wer noch einen einstelligen Tabellenplatz, der im Abschlussklassement bekanntermaßen schöner aussieht als ein zehnter oder elfter Rang, erreicht.

Im Kampf um die Vizemeisterschaft gibt es dabei ein echtes „Endspiel“ zwischen Altona 93 (zweiter Rang, 64 Zähler) und dem TSV Buchholz 08 (dritter Platz, 63 Punkte). In der heimischen Adolf-Jäger-Kampfbahn genügt dem Team von 93-Trainer Berkan Algan bereits ein Unentschieden, um sich die Silbermedaille zu sichern. Dagegen müssen die Buchholzer an der Griegstraße gewinnen, um ihren Gegner zu überflügeln. Die Nordheider feierten am vergangenen Sonntag einen 7:0-Kantersieg gegen den FC Türkiye. Dagegen sind die Altonaer seit fünf Runden sieglos und kassierten, nach zuvor vier 1:1-Unentschieden am Stück, vor Wochenfrist eine 1:2-Niederlage beim Wedeler TSV. Das Hinspiel in der Otto-Koch-Kampfbahn endete am 20. November 2016 mit einem 1:1-Unentschieden. In Altona gab es zuletzt fünf 93-Heimsiege in Folge gegen die „Null-Achter“ (zuletzt am 17. Mai 2016, also fast auf den Tag genau vor einem Jahr, mit 3:2). Der letzte TSV-Erfolg an der Griegstraße datiert vom 5. August 2011 (4:1).

Für den neunten Tabellenplatz, der als einziger einstelliger Rang noch zu vergeben ist, gibt es sage und schreibe noch fünf (!) Anwärter. Der SC Condor, der aktuell mit 46 Punkten Tabellen-Neunter ist, hat dabei die besten Karten: Die Farmsener müssen „nur“ den starken Neuling TuS Osdorf schlagen, um den neunten Rang zu sichern. Sollte Condor höchstens ein Remis erreichen, würde der FC Türkiye (Zehnter mit 45 Zählern), einen eigenen Sieg gegen den Meister Dassendorf vorausgesetzt, noch in die obere Tabellenhälfte klettern. Eine bessere Ausgangsposition verpasste das Türkiye-Team, als es am Dienstagabend im Nachholspiel gegen den VfL Pinneberg eine 0:3-Heimpleite kassierte. Der HSV Barmbek-Uhlenhorst und der SV Curslack-Neuengamme, die mit jeweils 44 Punkten Elfter und Zwölfter sind, müssen ihre finale Aufgabe gewinnen und auf Patzer der vor ihnen liegenden Teams hoffen, um noch Neunter werden zu können. Der SVCN erwartet Absteiger Halstenbek-Rellingen, bei dem er das nachzuholende Hinspiel vor 16 Tagen mit 2:1 gewann (SportNord berichtete). Und BU gastiert beim Tabellen-13. VfL Pinneberg (43 Zähler), der bei einem eigenen Sieg sogar ebenfalls noch Neunter werden könnte ‒ sofern keine der neben BU ebenfalls noch vor ihm stehenden drei Mannschaften gewinnt.

Link: SportNord-Bericht vom 14.05.2017 über die Hamburger Meisterschaft der TuS Dassendorf

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