Kreisliga 2: St. Pauli-Fünfte gewinnt Platz-Derby
14.10.2020

Musste im Derby fünfmal hinter sich greifen: Isa Cankal, Torwart der Hansa-Reserve-
Musste im Derby fünfmal hinter sich greifen: Isa Cankal, Torwart der Hansa-Reserve-
Ob die Zweitliga-Profis des FC St. Pauli am Freitag, 30. Oktober beim Hamburger SV ihren dritten Derby-Sieg in Folge feiern, ist noch nicht bekannt. Die Fünftvertretung der Kiez-Kicker konnte sich aber bereits am Sonnabend darüber freuen, ihr Platz-Derby gegen den SC Hansa 11 II deutlich mit 5:2 gewonnen zu haben, was zugleich der erste „Dreier“ in der neuen Saison war. „Mit dem Anpfiff weg dominierten die Kiezkicker das Geschehen“, hieß es auf der facebook-Seite der Braun-Weißen, die ihre Heimspiele wie die Hansa-Teams auf dem Kunstrasenplatz an der Feldstraße austragen. Auf dem Gelände im Norden des Millerntor-Stadions waren leider keine Zuschauer zugelassen – die Interessierten, die das Geschehen vom Heiligengeistfeld aus durch den Zaun verfolgten, sahen aber, wie die Braun-Weißen bereits in der neunten Minute in Führung gingen: Weil sich Hansa-Torwart Isa Cankal und ein Verteidiger nicht einig waren, wer zu einem langen Ball gehen sollte, sagte St. Paulis Martin Rütz „Danke“ und bugsierte das Spielgerät an Cankal vorbei in das Netz – 0:1.

In der Folge duellierten sich die beiden Nachbarn zunächst auf niedrigem Niveau, ehe die „Hausherren“ erstmals offensiv in Erscheinung traten. Nachdem sie ihren Gegner mit einer Freistoßausführung überrascht hatten, zielte Cristobal Ospina Garces knapp links vorbei (17. Minute). Nur zwei Zeigerumdrehungen später gelang Cristobal Ospina Garces aber der Ausgleich, als er einen langen Einwurf schön annahm und zum 1:1 in den linken Winkel lenkte. Die St. Paulianer ließen sich davon jedoch nicht beirren und gingen nach einer halben Stunde wieder in Führung: Bei einem Angriff über Matthias Klama, Philip Koch und Rütz zog der Letztgenannte an einem Hansa-Verteidiger vorbei und spielte klug in den Rückraum, von wo aus Ben Neumann flach links einschoss (32.). Auch das 2:2, das abermals Cristobal Ospina Garces gelang (36.), beantworteten die „Gäste“ zügig, wobei das Zusammenspiel zwischen Neumann und Rütz auch andersherum funktionierte: Neumanns Schnittstellenpass jagte Rütz knallhart unter die Latte – 2:3 (42.).

„Nach der Pause gewann das Spiel der Kiezkicker nun an mehr Organisation, Ruhe und Entschlossenheit, sodass recht schnell der vierte Treffer folgen sollte“, stellten die St. Pauli-Verantwortlichen zufrieden fest. Einen suboptimalen Pass von Cankal erlief sich Neumann und passte zu Robin Junglas, der das tat, was ein Mittelstürmer tun sollte – er schoss sicher ein (2:4/51.). Kurz darauf musste St. Paulis Philip Koch passen, nachdem er sich bei einem Zweikampf an seiner Schulter verletzt hatte. Aber auch ohne ihren Kapitän ließen die „Gäste“ nichts mehr anbrennen, sondern legten sogar noch ein Tor nach. Dieses entsprang einem erfolgreichen Zusammenspiel der beiden „Joker“ Rene Sahmkow und Alexander Bravos, wobei de Letztgenannte den 2:5-Endstand besiegelte (88.).

„Ein Sonderlob hat sich auf Seiten der St. Paulianer, neben den Ballermännern Rütz und Neumann, der omnipräsente Arthur Fedai verdient, der auf der Sechs eines seiner stärksten Spiele für das braun-weiße Ballett absolvierte!“, hieß es anschließend auf der facebook-Seite der St. Paulianer, deren Verantwortliche urteilten: „Die ersten drei Punkte sind im Sack! Ein gutes Gefühl und die Belohnung für starke Trainingseinheiten der Mannschaft unter der Woche.“



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